Leuchtgranulat

Nachleuchtendes Granulat in 0,5–1 mm und 4–8 mm, z. B. für Harz, Beton und Dekoration.

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1 mm oder 4 mm: Welches Leuchtgranulat brauchen Sie?

Das 1-mm-Granulat ist ein feines Korn zum Einrühren in Harz, Lack oder Kleber; das 4-mm-Granulat ist ein sichtbares Korn aus Kunstharz mit eingebundenem Leuchtpigment. Beide nehmen Licht auf und geben es im Dunkeln wieder ab, ohne Strom und beliebig oft.

Eigenschaft1 mm4 mm
Körnungca. 0,5–1 mm4–8 mm
MaterialStrontiumaluminat, dotiert mit Europium und Dysprosiumzerkleinertes Kunstharz mit eingebundenem Leuchtpigment
Wassernicht wasserfestunempfindlich gegen Wasser und lösemittelhaltige Flüssigkeiten
Hitzeungefärbt bis 1.200 °C, eingefärbt nicht über ca. 150 °Cverarbeitbar bis ca. 300 °C
Gut fürGießharz, Lack, Kleber, Aufstreuenlose Deko, Aufsetzen auf Oberflächen

Welche Farbe leuchtet wie lange?

Grün, Blau und Blaugrün leuchten bis zu 12 Stunden, eingefärbte Töne kürzer – jeweils nach voller Aufladung in völliger Dunkelheit.

Farbebei Tagim DunkelnLeuchtdauer
Grün 1 mmweißlich, leichter Grünstichgrün bis gelbgrünbis zu 12 h
Grün 4 mmhell gelbgrüngrünbis zu 12 h
Blau 1 mm und 4 mmweißlichblaubis zu 12 h
Blaugrün 4 mmhell mintfarbenblaugrün bis türkisbis zu 12 h
Gelb 1 mmgelbgrünbis zu 4 h
Orange 1 mmorangeorangebis zu 4 h
Orangerot 1 mmrotorangebis zu 2 h
Pink 1 mmpinkpinkbis zu 2 h

Ein echtes rotes Nachleuchten ist technisch nicht möglich; Orangerot leuchtet orange.

So arbeiten Sie Leuchtgranulat in Gießharz ein

In dünnflüssigem Harz sinken die Körner ab – entscheidend ist deshalb der richtige Zeitpunkt.

  1. Harz anmischen und kurz anziehen lassen.
  2. Granulat einrühren und zügig verteilen. Alternativ das Granulat nur in die obere Schicht geben.
  3. Möglichst klares, helles Harz verwenden: Je klarer der Träger, desto stärker das Leuchten.
  4. Zum Aufstreuen das Granulat auf noch feuchten Lack, Kleber oder Harz geben, leicht andrücken und glatte Flächen danach mit Klarlack schützen.

Leuchtgranulat in Beton, Pflaster und Fugen

In Beton wirkt Leuchtgranulat nur an der Oberfläche, denn unter die Masse gemischt verdeckt der Beton die Körner. Drücken Sie das Granulat in die noch feuchte Oberfläche und schleifen Sie nach dem Aushärten plan. Alternativ betten Sie es in eine transparente, trittfeste Schicht aus Epoxid oder Außenlack ein. Draußen verarbeiten Sie es mit lösemittelhaltigen, wetterfesten Trägern und wählen eine Stelle, die tagsüber Licht bekommt.

Gut zu wissen

Das 1-mm-Granulat löst sich in Wasser mit der Zeit auf, der Leuchteffekt geht verloren. Für Wasser betten Sie es in Harz oder wasserfesten Klarlack ein oder nehmen das 4-mm-Granulat. Dunkle Untergründe grundieren Sie vorher hell. Das 1-mm-Granulat ist nicht als gefährlich eingestuft nach CLP, siehe Sicherheitsdatenblätter. Granulat ist ein Werkstoff und kein Spielzeug.

Zum Einbetten eignet sich unser Epoxid-Gießharz. Für noch feinere Effekte gibt es Leuchtpulver, für größere Stücke Leuchtsteine. Den Überblick über alle Formen finden Sie unter Granulate, Steine & Gelee.

Häufige Fragen

Kann ich 1-mm-Leuchtgranulat in eine Vase oder ein Aquarium geben?
Nein. Das 1-mm-Granulat ist nicht wasserfest und verliert in Wasser mit der Zeit seine Leuchtwirkung. Für Wasser eignet sich das 4-mm-Granulat, das im Wasser absinkt.
Wie lange muss Leuchtgranulat ins Licht?
Richtwerte für eine volle Aufladung: UV-Licht ab 365 nm 2–4 Minuten, Sonne 6–9 Minuten, Leuchtstofflampe 20–24 Minuten, Glühlampe ca. 25 Minuten.
Wie hell leuchtet das 4-mm-Granulat?
Ähnlich hell wie Leuchtpulver. Am hellsten ist es in den ersten Minuten, nach 1–2 Stunden geht das Leuchten in ein Glimmen über.
Warum leuchtet mein Granulat im Harz nur schwach?
Häufig ist das Harz nicht klar genug oder der Untergrund zu dunkel. Prüfen Sie das Leuchten außerdem in echter Dunkelheit, denn schon wenig Umgebungslicht überdeckt es.
Ist Leuchtgranulat radioaktiv?
Nein – wie alle modernen Nachleuchtpigmente. Das Leuchten entsteht allein durch gespeichertes Licht.