Feinpigmente für Siebdruck, Airbrush & 3D-Druck

Besonders feine Körnungen für Düsen, Siebe und dünne Schichten.

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Was sind Feinpigmente?

Feinpigmente sind Nachleuchtpigmente mit einer Körnung von 5–15 µm (Mikrometer, tausendstel Millimeter). Zum Vergleich: Unsere Standardpigmente in Natur-Tönen liegen bei ca. 70–85 µm. Das feine Korn geht durch feine Siebdruckgewebe und Airbrush-Düsen, wo gröberes Pulver nicht durchgeht oder sichtbar wäre. Material ist dotiertes Strontiumaluminat mit Schutzschicht.

Wofür eignen sich Feinpigmente?

  • Siebdruck: in transparente Siebdruckfarbe einrühren. Faustregel: Das Pigment sollte höchstens ca. ein Fünftel der Maschenöffnung groß sein. Wir empfehlen Gewebe von 32T bis 80T.
  • Airbrush: in transparentem Lack, in mehreren dünnen Schichten.
  • Uhrzeiger und feine Markierungen: zwei Schichten auftragen. Fertig angemischt gibt es dafür auch unsere Uhrenzeigerfarbe.
  • 3D-Druck: für Harze im DLP- und SLA-Druck, etwa 3D-Druckharze. Das Pigment ist hart und wirkt schleifend; Düsen und Werkzeuge verschleißen schneller. Je höher der Anteil, desto eher leidet die Festigkeit des Bauteils.
  • Aquarell: als feines Pigment für Leuchtaquarell.

Wie stark leuchten Feinpigmente?

Feinpigmente leuchten kürzer und schwächer als gröbere Pigmente, weil ein kleineres Korn weniger Licht speichert. Am längsten leuchten die Natur-Töne, dann die hell eingefärbten, am kürzesten die dunkel eingefärbten. Für Gießharz, Lack oder Farbe nehmen Sie deshalb besser gröbere Nachleuchtpigmente.

Welche Farben gibt es und wie lange leuchten sie?

Es gibt 11 Farben, jeweils je 100 g. Der Name nennt Tagesfarbe und Nachtfarbe. Am längsten leuchten die Natur-Töne mit weißlicher Tagesfarbe, am kürzesten die dunkel eingefärbten Töne – durch die feine Körnung alle kürzer als unsere Standardpigmente. Ein echtes Rot ist technisch nicht möglich.

Farbebei Tagim DunkelnLeuchtdauer im Vergleich
Natur-Grünweißlichgrünam längsten
Natur-Blauweißlichblauam längsten
Natur-Grünblauweißlichgrünblauam längsten
Gelb-Grüngelbgelbgrünmittel
Grün-Grüngrüngrünmittel
Orange-Orangeorangeorangemittel
Blau-Blaublaublauam kürzesten
Lila-Blaulilablauam kürzesten
Rot-Rothellrotrötlicham kürzesten
Pink-Pinkpinkpinkam kürzesten
Terracottabräunlichgrünam kürzesten

Gut zu wissen

Als Ausgangswert empfehlen wir ca. 20 % Pigment, bezogen auf das Trägermaterial; testen Sie vorher an einer Probe. Natur-Töne halten bis 1.200 °C, eingefärbte nicht über ca. 150 °C verarbeiten. Die Pigmente sind nicht als gefährlich eingestuft nach CLP, siehe Sicherheitsdatenblätter. Vermeiden Sie beim Verarbeiten größerer Mengen Staub.

Häufige Fragen

Welches Siebdruckgewebe passt zu 5–15 µm?
Wir empfehlen 32T bis 80T. Beispiele: 55T mit 100 µm Maschenweite druckt Pigmente bis ca. 20 µm, 80T mit 78 µm bis ca. 16 µm.
Warum leuchten feine Pigmente schwächer?
Ein kleineres Korn speichert weniger Licht. Wählen Sie die feine Körnung deshalb nur, wenn Ihre Anwendung sie verlangt.
Verschleißt das Pigment meinen 3D-Drucker?
Das Pigment ist hart und wirkt schleifend, Düsen und bewegte Teile verschleißen schneller. Testen Sie den Anteil vorher an einem Probestück.
Womit lade ich Feinpigmente auf?
Mit jeder Lichtquelle. Richtwerte für eine volle Aufladung: UV ab 365 nm 2–4 Minuten, Sonne 6–9 Minuten, Leuchtstofflampe 20–24 Minuten.